Militärputsche, Neo-Souveränismus und die Gründung der Alliance des États du Sahel in Westafrika

19. Mai 2026
18:00 - 20:00
Ort: Volkshochschule Leipzig
Löhrstr. 7
Raum 502

Vortrag an der VHS Leipzig am 19. Mai 2026, 18:00 bis 20:00, Raum 502
Referent: Dr. Claus-Dieter König (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

In Mali, Burkina Faso und Niger putschten sich im Zeitraum 2020-23 Militärs mit einer Agenda des Neo-Souveränismus an die Macht. Als Grund für ihre Machtübernahme nennen die neuen Militärmachthaber in allen drei Ländern, dass die von ihnen abgesetzten Regierungen keine Ergebnisse im Kampf gegen dschihadistische Milizen geliefert hätten. Die Intervention Frankreichs (Opération Barkhane) im Kampf gegen den Terrorismus sehen sie als gescheitert und sie haben die französischen Truppen des Landes verwiesen. Die drei Staaten verließen die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und schlossen sich in der Allianz der Staaten des Sahel (Alliance des États du Sahel) zusammen.

Neo-Souveränismus betont über die formale Unabhängigkeit eines Staates hinaus die tatsächliche Handlungsfreiheit in einer globalisierten Welt. Wie wirkt sich dies auf die Ziele und Praxis der neuen Regierungen aus? Welche Perspektiven ergeben sich für Stabilität, Sicherheit und politische Teilhabe in der Region?

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Eine persönliche Anmeldung für diesen kostenfreien Vortrag an der VHS ist unter:

https://www.vhs-leipzig.de/p/gespraechskreise/militaerputsche-neo-souveraenismus-und-die-gruendung-der-alliance-des-etats-du-sahel-in-westafrika/eine-veranstaltung-der-deutsch-afrikanischen-gesellschaft-und-quetzel-e-v-495-C-F102F24V

möglich.